Der Volkswagen-Konzern – Europas größter Automobilkonzern – hat am 20. September 2015 öffentlich eingeräumt, Diesel-Fahrzeuge in mehreren Modellen der Volkswagen-Gruppe mit Hilfe einer Software massiv manipuliert zu haben, um die gesetzlichen Abgasnormen einzuhalten. Betroffen sind mehrere Millionen Fahrzeuge weltweit.

Paukenschlag am LG Hildesheim

Gericht verurteilt Volkswagen erstmals als HERSTELLER zur Rücknahme wegen vorsätzlich sittenwidriger Schädigung

Das Landgericht Hildesheim hat mit Urteil vom 17.01.2017, Az. 3 O 139/16 entschieden: Das Inverkehrbringen eines Dieselmotors mit gesetzeswidriger Software (Abschalteinrichtung) begründet beim Käufer des Fahrzeugs einen Vermögensschaden, den der Hersteller, also der Volkswagen-Konzern, zu ersetzten hat. Volkswagen muss das Fahrzeug gegen Erstattung des Kaufpreises zurücknehmen.

Dieses Urteil ist ein Paukenschlag. Es richtet sich nicht gegen den Händler, sondern gegen den Hersteller direkt. Es handelt sich nicht um Gewährleistungsansprüche, die einer verkürzten Verjährung unterliegen. Das Landgericht Hildesheim erkennt auf Schadenersatz gegen den Hersteller wegen vorsätzlich sittenwidriger Schädigung der Endkunden. Dieser deliktische Anspruch verjährt erst drei Jahre nachdem der Käufer Kenntnis von der Manipulationssoftware erlangt. Da der Abgasskandal erst seit Ende 2015 bekannt ist, können diese Ansprüche noch nicht verjährt sein.

Wir empfehlen allen geschädigten Käufern: Lassen Sie Ihre Rechte kostenlos prüfen, auch gegen den Volkswagen-Konzern!

Urteil LG Aachen

Das Landgericht Aachen hat mit dem von uns erstrittenen Urteil vom 06.12.2016, Az. 10 O 146/16 einen VW-Vertragshändler aus Aachen zur Rücknahme eines vom VW-Abgasskandal betroffenen Tiguan verurteilt.

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Urteil LG Potsdam

Das Landgericht Potsdam hat in einem von uns erstrittenen Urteil vom 04.01.2017, Az. 6 O 211/16 einen VW-Vertragshändler aus Zossen zur Rücknahme eines vom VW-Abgasskandal betroffenen Passats verurteilt.

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Urteil LG Regensburg

Das Landgericht Regensburg hat mit Urteil vom 04.01.2017, Az. 7 O 967/16 einen Seat-Händler verurteilt, einen vom VW-Abgasskandal betroffenen Alhambra zurückzunehmen und dem Käufer einen mangelfreien Neuwagen auszuliefern.

Rechte der Autokäufer

Die Käufer eines manipulierten VW, Audi, Skoda oder Seat haben ein Auto erworben, das die versprochenen bzw. vorgeschriebenen Abgaswerte nicht einhält. Ob eine Umrüstung ohne Leistungsverlust und ohne erhöhten Kraftstoffbedarf möglich ist, ist unklar. Ebenso ist unklar, ob die Manipulation Auswirkungen hat auf die Betriebserlaubnis bzw. das Befahren von Umweltzonen. Jedenfalls steht zu befürchten, dass sich diese Autos auf dem Gebrauchtwagenmarkt nur mit Abschlägen verkaufen lassen.

Ansprüche prüfen lassen

Wir prüfen Ihre Ansprüche gegen den Verkäufer und gegen der Hersteller, insbesondere gerichtet auf Lieferung eines neuen mangelfreien Fahrzeugs, Rückzahlung des Kaufpreises oder Kaufpreisminderung

– kostenlos und unverbindlich –

Telefonisch erreichen Sie uns unter
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